Archiv des Monats: September 2025

Aktive Erholung

Drei Wochen sind seit dem Backyard-Ultramarathon in Ettingen vergangen. In dieser Zeit reduzierte ich mein Laufpensum bewusst stark und verzichtete komplett auf Kraft- und Koordinationstraining. Körper und Geist sind nun wieder frisch, die Akkus aufgeladen!

Die erholsame Auszeit nutzte ich nicht nur zur Regeneration, sondern auch, um ein paar Tage Ferien im Saarland und Luxemburg zu verbringen.

Jetzt brennt das Feuer wieder und die Motivation ist zurück! Ich kann es kaum erwarten, ins strukturierte Training einzusteigen. Neue Ziele und Herausforderungen stehen an und ich freue mich darauf, mit voller Energie die nächsten Abenteuer anzugehen.

das Rennen

3. Ettinger Backyard Ultra vom 6. und 7. September 2025

Die ersten 24 Stunden lassen sich auf einen einfachen Nenner bringen: Rennen, laufen, essen, trinken und immer wieder aufs Neue den Start zur nächsten Runde abwarten. So simpel das auf den ersten Blick klingt, so anspruchsvoll ist es, das Ganze tatsächlich durchzuziehen. Ich erlebte während des ersten Tages nie ein richtiges Tief und konnte die Stunden erstaunlich konstant absolvieren – aber das bedeutet keineswegs, dass es einfach war. Die Kunst lag darin, den Kopf stets zu beschäftigen, damit der Fokus nicht verloren geht. Das mentale Spiel war fast genauso fordernd wie die körperliche Belastung.

Im Vorfeld hatte ich eine klare Ernährungsstrategie ausgearbeitet, die ich während des Rennens diszipliniert verfolgte. Denn ohne die passende Energiezufuhr hätte ich den zweiten Tag niemals so stark angehen können. Insgesamt konsumierte ich etwa 16 Liter Flüssigkeit, dazu kamen 8 Bananen, 300 Gramm «Gummibäärli», 11 Gels, 300 Gramm Basler Läggerli und 4 Käsesandwiches. Erstaunlicherweise blieb mir jegliches Übelsein erspart – mein Magen spielte mit und verwandelte jede Kalorie zuverlässig in Vortrieb, egal wie wild die Mischung war.

Zurück zum Rennen: Die Stunden 25 und 26 verliefen weiterhin reibungslos, alles fühlte sich wie Routine an. Doch dann kam Stunde 27 – und damit die nächste Herausforderung. Die Temperaturen stiegen erneut und ich spürte, wie mir nicht nur der Fokus entglitt, sondern beinahe auch mein Ziel aus den Händen glitt. In diesem entscheidenden Moment erinnerte ich mich an einen Satz, der mir zuvor begegnet war: «Wenn der Kopf nicht mehr klar denkt, lauf einfach weiter.» Und genau das tat ich. Zu meiner eigenen Überraschung war ich nach dieser Runde der Einzige, der noch eine weitere starten konnte.

Es ging auf die finale 28. Runde. Nach insgesamt 187,768 Kilometern durfte ich mich als «last man standing» feiern – und das mit neuem Streckenrekord. Ein Gefühl, das alle Anstrengungen bei Weitem übertraf.

Mein besonderer Dank gilt Amy und Heinz, die mich tatkräftig unterstützt und mir zu diesem Resultat verholfen haben. Ihr wart sackstark! Ein grosses Dankeschön geht ebenso an die Veranstalter und meinen unermüdlichen Fanclub, die mich immer wieder motiviert und vorangetrieben haben.

Dieser Ultramarathon war nicht nur ein Rennen gegen die Zeit, sondern auch gegen die eigenen Grenzen – und zeigt einmal mehr: Mit der richtigen Strategie und einem klaren Kopf ist alles möglich.

ready

Die Spannung steigt. Nur noch fünf Tage bis der Glockenschlag die erste Runde des Backyardultras in Ettingen einläutet. Die Vorbereitungen der letzten Wochen waren intensiv. Alles deutet darauf hin, dass ich zum richtigen Zeitpunkt mein Leistungshoch erreicht habe und bereit bin, neue Grenzen zu sprengen. Das Ziel ist klar: Ich will meine persönliche Bestweite im Backyardultra pulverisieren und in Ettingen ein unvergessliches Rennen abliefern!