Das Training läuft rund und die Motivation ist hoch! Wenn ich das Kilometerpensum im Dezember wie geplant erhöhen kann, werde ich meine Form im Januar bei einem Ultrarennen testen.

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn eine Rechnung offen bleibt? Genau so geht es mir mit dem Mauerweglauf in Berlin. 2026 steht nicht nur ein weiteres sportliches Abenteuer vor der Tür – es ist auch die Chance auf Wiedergutmachung, Revanche und die Jagd auf eine persönliche 100 Meilen Bestzeit.
Die Startnummer ist bereits gesichert, der Flug und das Hotelzimmer sind gebucht. Im August 2026 werde ich zum zweiten Mal an den Start des Mauerweglaufs gehen und auf exakt 160,934 Kilometern einmal das ehemalige West-Berlin umrunden. Die Strecke verläuft entlang der ehemaligen Mauer und folgt dabei weitgehend dem Verlauf der innerdeutschen Grenze.
Meine erste Teilnahme am Mauerweglauf im Jahr 2013 war alles andere als ein perfekter Lauf. Ich verlief mich nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals. Am Ende standen nicht die vorgesehenen 160,934 Kilometer auf meiner Uhr, sondern stolze 180 Kilometer. Trotz aller Widrigkeiten und Umwege war das Erlebnis unvergesslich, aber eben auch ein wenig enttäuschend.
Die Fehler von damals sind meine Motivation für morgen. Ich will mich nicht noch einmal verlaufen. Ich will die 160,934 Kilometer bezwingen – ohne Umwege, dafür mit jeder Menge Leidenschaft, Freude und Respekt vor der Strecke und der Geschichte dahinter.

Heute habe ich den Frauenfelder Waffenlauf zum 16. Mal bezwungen. Als Lohn für die harte Arbeit gab es Spaghetti und Sugo als Finishergeschenk. Ich verstehe, wenn nicht alle verstehen, dass man dafür 42,195 Kilometer rennt.

Die «bescheidene» Laufzeit von 3:53:05 h war absehbar. Trotzdem reichte dies noch zu einem 7. Rang in der Altersklasse M50. Klar, 550 Höhenmeter und das zusätzliche Gewicht von 6,2 Kilogramm auf dem Rücken fördern eine schnelle Endzeit auch nicht unbedingt. Ich war aber schon eine Woche lang gesundheitlich angeschlagen; dies mit viel Husten und wenig Schlaf. Ich bin deshalb mehr als zufrieden, dass ich unter diesen Umständen den Marathon durchgezogen habe.

Strecke / HFV-Status der letzten Woche!
Mein Lauftraining nimmt Fahrt auf. Der richtige Moment, meine Form wieder einmal wettkampfmässig zu testen. In der Herbstsaison stehen meist nur kürzere Stadt- und Crossläufe auf dem Kalender. Aber nur meist, denn in Frauenfeld wird im November nochmals ein Marathon angeboten. Klar, da will ich dabei sein, beim legendären Frauenfelder Militärwettmarsch.
Der Frauenfelder ist nicht irgendein Marathon – er ist der „König der Waffenläufe“. Mit einer anspruchsvollen Strecke von 42,2 Kilometern und 520 Metern Höhenunterschied verlangt er alles ab. Aber genau das ist es, was ihn so unwiderstehlich macht. Es ist ein Lauf, der Körper und Geist auf eine harte Probe stellt.
Der Countdown für meine 16. Teilnahme am 16. November 2025 läuft.
