Was für eine Überraschung und welch grosse Ehre: Ich wurde von der Wohngemeinde Binningen mit dem Sportförderpreis im 1. Rang ausgezeichnet. Als Ultramarathonläufer habe ich die beiden nationalen Kranzschwinger Odermatt Adrian und Voggensberger Lars auf die Ehrenplätze zwei und drei verwiesen. Ich bin sehr stolz, den Ultralaufsport mit dieser Auszeichnung repräsentieren zu dürfen.
Moderiert wurde der Anlass von Stefan Plattner. Er führte die anwesenden Zuschauer und Sportler in humorvollerweise mit Illustrationen aus dem Buch «Globi treibt Sport» durch den Abend und würdigte die geehrten Sportler, indem er ihre beeindruckenden Leistungen hervorhob. Vielen Dank an die Gemeinde Binningen für den tollen Abend, der mit einem Apéro endete.
Nach einer kurzen Trainingspause war es endlich wieder so weit: Die Laufschuhe geschnürt, die Motivation im Gepäck – und das Ziel klar vor Augen. Der Weg führte mich zu den drei Wassertürmen in meinem Laufrevier; dazwischen lagen 30 Kilometer.
Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich immer noch „gut im Schuss“ bin. Mit jedem Trainingskilometer wächst schon wieder die Vorfreude auf die nächsten Herausforderungen.
Ein paar Tage sind seit dem 12-Stundenlauf vergangen. Genug Zeit, um die Ereignisse Revue passieren zu lassen und die gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren.
Die Wetterbedingungen waren etwas anderes als erwartet – ein echter Wintertag mit teilweisem Schneefall und einem frischen Wind. Die Strecke war zum Teil vereist, was das Laufen zusätzlich anspruchsvoll machte. Doch genau diese widrigen Umstände brachten Spannung und Abenteuer in den Wettkampf. Solche Erlebnisse hat man nicht alle Tage.
Mit meiner Kilometerleistung bin ich nicht ganz zufrieden, jedoch habe ich mich über die Klassierung umso mehr gefreut!
Rückblickend war ich in den ersten drei Stunden einfach zu schnell unterwegs. Ab der vierten Stunde verpflegte ich mich nicht mehr optimal. Mit lediglich 2,5 Litern Flüssigkeit und zwei Energieriegeln war die Ernährung für 12 Stunden eindeutig unterdimensioniert. Trotz der unterschiedlichen Herausforderungen habe ich den Lauf von Anfang bis Ende durchgezogen. Als das Tempo einbrach und die Beine schwer wurden, blieb ich auf der Strecke und verspürte nie den Drang aufzugeben. Mental war ich absolut bereit und das hat mir enorm geholfen.
Die Organisation des Laufs in Jegenstorf war wie gewohnt hervorragend. Von Läufern für Läufer, hier zählt vor allem der Spass am Laufen. Kein überflüssiger Schnickschnack, nur pure Leidenschaft.
Schnee, Glatteis, Wind und Kälte. Optimale Bedingungen für einen Winterultra. 105,786 Kilometer und ein Podestplatz zum Saisonstart sind das Ergebnis harter Arbeit und der Leidenschaft für den Ultralauf.
Die letzten Tage hat sich der Winter von seiner besten Seite gezeigt und heute gab es eine ganz besondere Premiere: der erste Schnee! Bei Minus 5 Grad schnürte ich meine Laufschuhe und machte mich auf den Weg. Als ich das Haus verliess, strahlte der Mond noch am Himmel. Schon bald entschwand er und machte Platz für die Sonne, die allmählich die kühle Winterlandschaft erhellte.
Es war herrlich, bei diesen Bedingungen zu trainieren. Kaum ein Geräusch war zu hören, nur das Rauschen der kalten Bise und das Knirschen des Schnees.
Winterliche Trainingseinheiten bieten nicht nur eine willkommene Abwechslung, sondern sie zeigen auch, dass man selbst bei frostigen Temperaturen und Schnee seine Laufeinheiten problemlos durchziehen kann.