Der Mai war ein produktiver und leistungsorientierter Monat. Zusammengefasst in Zahlen:
Gesamte Laufdistanz: 538,55 km
Lange Einheiten (Marathon und länger): 5
Längste Einheit: 165,2 km
Regenerative Woche: 1 (direkt nach dem Backyard‑Rennen)
Schwerpunkt des Monats war die aerobe Grundlagenausdauer. Training, Regeneration, Ernährung und Belastungssteuerung waren im Mai gut aufeinander abgestimmt. Es traten keine akuten Beschwerden oder Verletzungen auf. Es läuft alles nach Plan.
Die letzten zwei Wochen standen ganz im Zeichen der aktiven Erholung. Nach den intensiven Wochen davor war es nötig, den Muskeln und dem Kopf etwas Ruhe zu gönnen. Komplett die Beine hochgelegt habe ich aber natürlich nicht.
Auf meinen langen Lauf am Wochenende wollte ich nicht verzichten. Diese Stunden sind für mich mentale Erholung pur. Dafür blieben die Laufschuhe unter der Woche für die harten Tempoeinheiten im Schrank.
Ab dieser Woche startet mein 12-Wochen-Trainingsplan für den 100-Meilen-Lauf in Berlin! Die Basis steht, die Motivation ist gross und die Vorfreude wächst mit jedem Tag.
Nach 160,9344 Kilometern habe ich das Rennen vorzeitig beendet — erschöpft, aber stolz auf diese starke Leistung. Während der letzten Runden bekam ich Krämpfe, die von den Füssen bis in die Magengegend reichten. Den genauen Auslöser muss ich noch analysieren. Trotzdem nehme ich die Erfahrung mit und versuche beim nächsten Mal ein paar Runden draufzulegen.
Heute fand in Belp im Kanton Bern die Generalversammlung des 100er Marathon Clubs der Schweiz statt. Traditionell begann der Tag mit einem Marathonlauf, der den Mitgliedern Gelegenheit bot, sich vor dem administrativen Teil noch etwas zu bewegen.
Gelaufen wurden zwei Runden à 21,1 Kilometer mit 135 Höhenmetern. Die Start- und Landepiste des Flughafens Bern-Belp zeigte sich mehrmals in Sichtweite. Die Strecke war nicht markiert, stattdessen stand eine GPX-Datei zur Verfügung, welche die Route auf der eigenen Laufuhr abbildete. Die Zeitmessung erfolgte elektronisch – sehr professionell für eine kleine Veranstaltung. Nach 42,195 Kilometer wurde ich mit 3:41:55 als Dritter registriert. Ich wollte meine sehr gute Form nicht aufs Spiel setzen. Deshalb ging ich den Marathon defensiv an und genoss für einmal jeden einzelnen Kilometer. Am nächsten Wochenende steht mein Frühjahr-Highlight an: Es geht nach Hallwil zum Backyard!
Die anschliessende Versammlung war kurzweilig und wurde zügig sowie ganz unterhaltsam abgehandelt. Zum Abschluss liess man den Tag bei einem wohlverdienten Apéro und Nachtessen ausklingen. Sportliche Leistung und kameradschaftliche Vereinsgemeinschaft machten den Ausflug nach Belp zu einem vollen Erfolg.