Archiv der Kategorie: Training

Parkrun +

Am 6. Dezember 2025 fand die 200. Austragung des Dreiländergarten Parkruns in Weil am Rhein statt. Gemeinsam mit dem Basel Running Club und vielen weiteren Laufbegeisterten feierten wir dieses Jubiläum auf der fünf Kilometer langen Strecke. Passend zum Datum absolvierte ich die zwei Runden verkleidet als Santiglaus und liess mich von Michelle pacen – oder vielleicht war es auch umgekehrt. Bei ihrer ersten Teilnahme gelang ihr direkt eine beeindruckende neue Bestzeit. Nach dem Zieleinlauf legte ich Mantel und Bart ab und machte mich anschliessend auf zur 45 Kilometer langen Auslaufrunde.

spontan

Heute nahm mein Samstagmorgentraining eine unerwartete Wendung. Nach 30 Kilometern lief es immer noch sehr locker und die Beine fühlten sich frisch an. So verlängerte ich die grosse Runde spontan bis zur vollen Marathondistanz. Das VO2max-Training schlägt an und die harte Arbeit zahlt sich aus. Die Gelegenheit, die aktuell gute Form bei einem Rennen zu testen, ist sehr verlockend. Ich studiere dann mal den Rennkalender…

Planung 2026

Die Off-Season ist in vollem Gange, was bedeutet: Es ist Zeit für den Neuaufbau. Der Fokus liegt aktuell auf Qualität, nicht nur auf Kilometerfresserei. Nach dem Motto: Weniger ist mehr – aber besser.

Die Planung für das Jahr 2026 hat begonnen. Es wird wieder lang, sehr lang. Die Ultradistanz fasziniert mich wie eh und je. Das Gefühl, stundenlang eins mit der Natur zu sein, die Höhen und Tiefen einer Strecke zu meistern – das ist die ultimative Herausforderung. Welche Rennen es am Ende sein werden, ist noch nicht ganz klar, aber ich habe da schon zwei Favoriten im Visier.

VO2max

76,38 Wochenkilometer, aufgeteilt in fünf Laufeinheiten. Beim kürzesten Training kamen 11,74 Kilometer zusammen und beim längsten 28,07 Kilometer. Klingt unspektakulär? Von wegen! Diese Woche hatte es in sich.

Mein Ziel ist klar: Ich will meine VO2max nach oben steigern. Mehr Power, bessere Ausdauer – sowohl beim Sport als auch im Alltag. Dafür gab es diese Woche zwei kurze, aber intensive Intervalltrainings. Es war sehr anstrengend und ich trieb die Herzfrequenz wieder einmal auf über 160 Schläge pro Minute. Mein Körper war am Limit – und genau das war der Plan!

Entwicklung der Form

Der zweitletzte dreiwöchige Trainingsblock meines Ultramarathon-Vorbereitungsplans ist heute zu Ende gegangen. Zeit, einen Blick zurückzuwerfen und zu reflektieren. Die letzten einundzwanzig Tage waren geprägt von intensiven Einheiten, einer bewussten Steuerung der Belastung und einer klaren Fokussierung auf den Kilometerumfang als Grundpfeiler dieser Phase. 

Zufriedenheit beschreibt wohl am besten den aktuellen Zustand. Die Form entwickelt sich deutlich in die gewünschte Richtung, was in erster Linie auf die solide Basis der langen Läufe zurückzuführen ist. Diese Einheiten bilden weiterhin das Herzstück meines Trainingsprogramms. Über die gesamten letzten drei Wochen hinweg konnte ich die langen Distanzen ohne grössere Probleme absolvieren. Die Pace war konstant, die Regeneration verlief planmässig und auch die mentale Frische blieb erhalten. Die Kilometerumfänge sind mittlerweile spielend erreichbar, die Ermüdung tritt erst spät auf und die Bewegungsökonomie hat sich spürbar verbessert.

In diesem Block stand daher das Ziel im Vordergrund, die wöchentlichen Laufkilometer sukzessive zu steigern, ohne das Risiko von Überlastung oder Verletzungen einzugehen. Der Trainingsplan sah eine ausgewogene Mischung aus langen, ruhigen Dauerläufen und mittellangen Einheiten vor. 

Die letzte Trainingswoche brachte eine besondere Herausforderung mit sich: Die Temperaturen lagen zu meinen üblichen Trainingszeiten konstant über 30 Grad. Das zwang mich zu einer strategischen Anpassung der qualitativen Einheiten. Ursprünglich waren Tempowechsel und intensive Intervalle geplant, doch unter diesen Bedingungen wäre dies mit einem erhöhten Risiko von Energieverlust verbunden gewesen. Um unnötigen Stress für den Organismus zu vermeiden, habe ich bewusst das Tempo gedrosselt und auf maximale Belastung verzichtet. Stattdessen lag der Fokus weiterhin auf den langen Läufen und deren effizienter Durchführung. Diese Entscheidung hat sich als sinnvoll erwiesen – die Form blieb stabil, der Körper konnte die Belastung gut verkraften und die Regeneration wurde nicht beeinträchtigt.

Gerade bei solchen Ausnahmesituationen zeigt sich, wie wichtig es ist, flexibel und selbstreflektiert zu agieren. Das Bewusstsein, nicht stur nach Plan vorzugehen, sondern den eigenen Körper in den Mittelpunkt zu stellen, ist ein entscheidender Erfolgsfaktor im Ultramarathontraining. Die Erfahrung, auch unter schwierigen Bedingungen eine sinnvolle Lösung zu finden und den Blick auf das grosse Ziel zu behalten, stärkt die mentale Widerstandsfähigkeit. Motivation und Freude am Training bleiben erhalten, weil man spürt, wie sich die Form entwickelt und die Belastungen gut verarbeitet werden. Die Zufriedenheit nach jedem erfolgreichen Lauf ist ein wertvoller Antrieb für die kommenden Wochen.

Das Ziel ist nun zum Greifen nah. Mit viel Zuversicht und Vorfreude blicke ich auf die letzten drei Trainingswochen und freue mich darauf, die erarbeiteten Fortschritte im Rennen unter Beweis zu stellen. 

Landskron-Runde

Wie wähle ich meine Strecken aus? Das entscheide ich bei den LongRuns eigentlich fast immer sehr spontan, nachdem ich die Haustüre hinter mir geschlossen habe. Zieht es mich nach links, so laufe ich zuerst in Richtung Südwesten, meistens auf Feld- oder Waldwegen und wenn ich rechts abbiege, dann bin ich mehrheitlich auf Asphalt in Richtung Norden durch Deutschland oder Frankreich unterwegs. In einem Radius von 50 Kilometer kenne ich die meisten Wege und Strassen, deshalb muss ich meine Routen auch nie planen. Sollten es am Schluss ein paar Kilometer mehr werden, freut sich die Jahresstatistik.

Kraftwerk Kembs-Runde

In der zweiten Woche meines Plans lief ich bereits über die Marathondistanz und schrieb mir den ersten Trainingsultra zu. Es fühlte sich alles recht locker an. Die Muskulatur, Sehnen und Bänder haben sich seit dem 24-Stundenlauf im Juni bestens regeneriert. Ich kann nun die Kilometerumfänge wieder steigern, um die Ausdauerfähigkeit zu erweitern.