nocarb

Das Schwellentraining zeigt klare Wirkung: Selbst bei meinen langen Einheiten verbessert sich die Laufgeschwindigkeit von Woche zu Woche – und das ohne zusätzlichen Trainingsaufwand. Seit nunmehr drei Wochen absolviere ich meine LongRuns konsequent in der Nocarb-Strategie. Konkret bedeutet das, dass ich vor und während des Trainings vollständig auf Kohlenhydrate verzichte. Die letzte Mahlzeit nehme ich jeweils am Abend vor dem LongRun ein. Vor dem Start ins Training genügt mir eine Tasse schwarzer Kaffee. Dadurch wird der Körper gezielt dazu angeregt, Fett als primäre Energiequelle zu nutzen. Diese verbesserte Fettverbrennung erweist sich insbesondere bei langen Läufen als spürbarer Vorteil.

schnell-schnell-lang

Diese Woche stand im Zeichen der Qualität – drei Einheiten, die es in sich hatten: schnell, schnell und lang. Was bedeutet das? Als Ultramarathonläufer weiss ich, dass es nicht nur auf die Kilometer ankommt, sondern auch auf die Intensität der Trainingseinheiten.

Am Dienstag war es Zeit für den ersten Test: 5x 6 Minuten im knackigen Schwellenlauftempo. Mit jeder Wiederholung spürte ich, wie sich mein Körper an die Belastung gewöhnt, während die Beine brannten. Dazwischen lagen 90 Sekunden Trabpause. Diese Art von Training ist mehr als nur körperliche Härte; es ist eine Lektion in mentaler Stärke. 

Kaum hatte ich mich vom Dienstag erholt, wartete am Donnerstag schon die nächste Herausforderung. Hier standen 12x 90 Sekunden auf dem Programm – wieder schnell, wieder intensiv, mit nur 40 Sekunden zum Durchatmen dazwischen. Diese kurzen, schnellen Intervalle bringen meinen Puls in neue Höhen und sind ein echtes Mentaltraining: Nicht aufgeben, wenn es brennt!

Den Abschluss bildet wie gewohnt die lange Einheit am Samstag. Da ich aktuell noch nicht im Ultratraining stecke, sind die langen Läufe am Wochenende etwas kürzer als sonst – aber sie bilden trotzdem das zentrale Element meiner Wochenroutine. Zusammen mit den regenerativen Trainings kamen 110 Kilometer zusammen.

Jede dieser Einheiten fordert mich auf ihre eigene Weise heraus. Von schnellen Intervallen über erschöpfende Schwellenläufe bis zum ausgedehnten Trainingslauf am Wochenende – so bleiben Motivation und Abwechslung hoch. Ich spüre, wie ich von Woche zu Woche stärker werde.

Umrundung des Kantons Basel-Stadt

Am letzten Sonntag war es wieder soweit. Die Umrundung des Kantons Basel-Stadt stand auf dem Programm. 42 Teilnehmende wagten sich an dieses Abenteuer, das nicht nur Läufer des Basel Running Clubs anlockte. Auch Mitglieder von Tria Basilea, LSVB, Basel Ruder Club, TV Inzlingen, VC Allschwil, TV Riehen und Wildcats liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen, gemeinsam die sportliche Herausforderung zu meistern.

Ein herzlicher Dank geht an Mona und Marek, die diesen Anlass erneut perfekt organisiert haben. Die Teilnehmenden konnten sich auf drei Verpflegungsstationen entlang der Strecke freuen, die für die nötige Erfrischung sorgten. Im Ziel angekommen, erwarteten die Finisher selbstgebackene Pizza und Zimtschnecken, die den Trainingslauf von gut 45 Kilometern und 755 Höhenmetern mehr als belohnten.

Binninger Sportchampion 2025

Was für eine Überraschung und welch grosse Ehre: Ich wurde von der Wohngemeinde Binningen mit dem Sportförderpreis im 1. Rang ausgezeichnet. Als Ultramarathonläufer habe ich die beiden nationalen Kranzschwinger Odermatt Adrian und Voggensberger Lars auf die Ehrenplätze zwei und drei verwiesen. Ich bin sehr stolz, den Ultralaufsport mit dieser Auszeichnung repräsentieren zu dürfen. 

Moderiert wurde der Anlass von Stefan Plattner. Er führte die anwesenden Zuschauer und Sportler in humorvollerweise mit Illustrationen aus dem Buch «Globi treibt Sport» durch den Abend und würdigte die geehrten Sportler, indem er ihre beeindruckenden Leistungen hervorhob. Vielen Dank an die Gemeinde Binningen für den tollen Abend, der mit einem Apéro endete. 

Wassertürme

Nach einer kurzen Trainingspause war es endlich wieder so weit: Die Laufschuhe geschnürt, die Motivation im Gepäck – und das Ziel klar vor Augen. Der Weg führte mich zu den drei Wassertürmen in meinem Laufrevier; dazwischen lagen 30 Kilometer. 

Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich immer noch „gut im Schuss“ bin. Mit jedem Trainingskilometer wächst schon wieder die Vorfreude auf die nächsten Herausforderungen.

Nummer 113

Ein paar Tage sind seit dem 12-Stundenlauf vergangen. Genug Zeit, um die Ereignisse Revue passieren zu lassen und die gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren.

Die Wetterbedingungen waren etwas anderes als erwartet – ein echter Wintertag mit teilweisem Schneefall und einem frischen Wind. Die Strecke war zum Teil vereist, was das Laufen zusätzlich anspruchsvoll machte. Doch genau diese widrigen Umstände brachten Spannung und  Abenteuer in den Wettkampf. Solche Erlebnisse hat man nicht alle Tage.

Mit meiner Kilometerleistung bin ich nicht ganz zufrieden, jedoch habe ich mich über die Klassierung umso mehr gefreut!

Rückblickend war ich in den ersten drei Stunden einfach zu schnell unterwegs. Ab der vierten Stunde verpflegte ich mich nicht mehr optimal. Mit lediglich 2,5 Litern Flüssigkeit und zwei Energieriegeln war die Ernährung für 12 Stunden eindeutig unterdimensioniert. Trotz der unterschiedlichen Herausforderungen habe ich den Lauf von Anfang bis Ende durchgezogen. Als das Tempo einbrach und die Beine schwer wurden, blieb ich auf der Strecke und verspürte nie den Drang aufzugeben. Mental war ich absolut bereit und das hat mir enorm geholfen.

Die Organisation des Laufs in Jegenstorf war wie gewohnt hervorragend. Von Läufern für Läufer, hier zählt vor allem der Spass am Laufen. Kein überflüssiger Schnickschnack, nur pure Leidenschaft.

Mit meiner Startnummer 113 habe ich stolz meinen 113. Wettkampf über die Marathondistanz oder länger mit 105,786 Kilometern um 24:00 Uhr gefinisht!

Winterzauber

Die letzten Tage hat sich der Winter von seiner besten Seite gezeigt und heute gab es eine ganz besondere Premiere: der erste Schnee! Bei Minus 5 Grad schnürte ich meine Laufschuhe und machte mich auf den Weg. Als ich das Haus verliess, strahlte der Mond noch am Himmel. Schon bald entschwand er und machte Platz für die Sonne, die allmählich die kühle Winterlandschaft erhellte.

Es war herrlich, bei diesen Bedingungen zu trainieren. Kaum ein Geräusch war zu hören, nur das Rauschen der kalten Bise und das Knirschen des Schnees. 

Winterliche Trainingseinheiten bieten nicht nur eine willkommene Abwechslung, sondern sie zeigen auch, dass man selbst bei frostigen Temperaturen und Schnee seine Laufeinheiten problemlos durchziehen kann.