Nach dem Marathon ist vor dem Ultra. Eigentlich nur eine Floskel, doch in dieser Woche wurde sie für mich zur harten Realität. Normalerweise heisst es nach 42,195 Kilometern Beine hochlagern und regenerieren. Aber dieses Mal war alles anders. Der Marathon in Freiburg war kein Ziel, sondern nur ein Mittel zum Zweck – ein Baustein in meinem Ultratraining. Statt Pause, hiess es voll weitertrainieren. Ich wollte meine Bänder, Sehnen und Muskeln für den anstehenden Backyard Ultra in Hallwil noch einmal unter maximalen Stress setzen. Es ging darum, den Körper an den Punkt zu bringen, an dem er eigentlich „Stopp“ sagt aber der Kopf dann trotzdem weiterläuft. Der Plan ist voll aufgegangen. Gegen Ende der Woche, als die Erschöpfung eigentlich am grössten sein sollte, lief es plötzlich richtig gut. Der Körper schaltete in einen Modus, den man nur durch diese extreme Belastung erreicht. Die Hausaufgaben sind also gemacht. Die harten Kilometer sind in den Beinen. Für die nächsten drei Wochen schalte ich einen Gang runter. Dafür verlagert sich der Fokus jetzt auf die mentale Vorbereitung und der Kopf wird für den Backyard programmiert.















