Backyardultra Hallwil

Nach 160,9344 Kilometern habe ich das Rennen vorzeitig beendet — erschöpft, aber stolz auf diese starke Leistung. Während der letzten Runden bekam ich Krämpfe, die von den Füssen bis in die Magengegend reichten. Den genauen Auslöser muss ich noch analysieren. Trotzdem nehme ich die Erfahrung mit und versuche beim nächsten Mal ein paar Runden draufzulegen.

1. BRN Airport Marathon

Heute fand in Belp im Kanton Bern die Generalversammlung des 100er Marathon Clubs der Schweiz statt. Traditionell begann der Tag mit einem Marathonlauf, der den Mitgliedern Gelegenheit bot, sich vor dem administrativen Teil noch etwas zu bewegen.

Gelaufen wurden zwei Runden à 21,1 Kilometer mit 135 Höhenmetern. Die Start- und Landepiste des Flughafens Bern-Belp zeigte sich mehrmals in Sichtweite. Die Strecke war nicht markiert, stattdessen stand eine GPX-Datei zur Verfügung, welche die Route auf der eigenen Laufuhr abbildete. Die Zeitmessung erfolgte elektronisch – sehr professionell für eine kleine Veranstaltung. Nach 42,195 Kilometer wurde ich mit 3:41:55 als Dritter registriert. Ich wollte meine sehr gute Form nicht aufs Spiel setzen. Deshalb ging ich den Marathon defensiv an und genoss für einmal jeden einzelnen Kilometer. Am nächsten Wochenende steht mein Frühjahr-Highlight an: Es geht nach Hallwil zum Backyard!

Die anschliessende Versammlung war kurzweilig und wurde zügig sowie ganz unterhaltsam abgehandelt. Zum Abschluss liess man den Tag bei einem wohlverdienten Apéro und Nachtessen ausklingen. Sportliche Leistung und kameradschaftliche Vereinsgemeinschaft machten den Ausflug nach Belp zu einem vollen Erfolg.

Regenerationswoche

Verona, Gardasee und Venedig standen diese Woche auf dem Programm. Norditalien präsentierte sich von seiner besten Seite: verwinkelte Altstadtgassen voller Geschichte, ein erfrischender See und endlos blauer Himmel. Die Regenerationswoche erfüllte ihren Zweck voll und ganz — Ruhe, kurze lockere Läufe und viel Zeit zum Erholen stärkten Körper und Geist.

Klar, die Laufschuhe waren auch dabei:

Vorermüdung

Nach dem Marathon ist vor dem Ultra. Eigentlich nur eine Floskel, doch in dieser Woche wurde sie für mich zur harten Realität. Normalerweise heisst es nach 42,195 Kilometern Beine hochlagern und regenerieren. Aber dieses Mal war alles anders. Der Marathon in Freiburg war kein Ziel, sondern nur ein Mittel zum Zweck – ein Baustein in meinem Ultratraining. Statt Pause, hiess es voll weitertrainieren. Ich wollte meine Bänder, Sehnen und Muskeln für den anstehenden Backyard Ultra in Hallwil noch einmal unter maximalen Stress setzen. Es ging darum, den Körper an den Punkt zu bringen, an dem er eigentlich „Stopp“ sagt aber der Kopf dann trotzdem weiterläuft. Der Plan ist voll aufgegangen. Gegen Ende der Woche, als die Erschöpfung eigentlich am grössten sein sollte, lief es plötzlich richtig gut. Der Körper schaltete in einen Modus, den man nur durch diese extreme Belastung erreicht. Die Hausaufgaben sind also gemacht. Die harten Kilometer sind in den Beinen. Für die nächsten drei Wochen schalte ich einen Gang runter. Dafür verlagert sich der Fokus jetzt auf die mentale Vorbereitung und der Kopf wird für den Backyard programmiert.

Freiburg Marathon

Vor einer Woche kam ich spontan zu einer Startnummer für den Freiburg Marathon. Ich bin selbst überrascht, wie gut es auf den kurzen Strecken noch läuft – Top Ten in der Altersklasse! Das war heute mein 114. Wettkampf über die Marathondistanz-oder-länger.

Formtest

Die drei Quali-Einheiten dieser Woche im Überblick:

  • 10 Kilometer Tempodauerlauf
  • 6 × 1000 Meter Intervalle + 8 Kilometer mittleres Tempo (MRT)
  • 39,5 Kilometer EasyLongrun

Fazit: Die Form passt — jetzt ist es Zeit für einen (spontanen) Wettkampf. Da im Mai noch ein Backyard geplant ist, halte ich das nächste Rennen kurz und starte am kommenden Sonntag in Freiburg beim Marathon.

Grundlagentraining

Die beiden vergangenen Samstage drehten sich um den Marathon. Mein Ziel war, die 42,195 km im Training knapp unter 3:30 Stunden zu laufen. Ich blieb bei beiden Versuchen jedoch über dieser Marke. Nicht tragisch, weil der Schwerpunkt klar auf dem Umfang und nicht auf dem Tempo lag. So haben sich in den letzten 14 Tagen eine solide Anzahl Kilometer angesammelt, die eine wertvolle Grundlage für den weiteren Formaufbau schaffen.

Woche 13 (23. bis 29. März 2026):

Flachetappe

5:30 Uhr, der Wecker rattert. Kein Zögern – die Laufschuhe an und ab zum Bahnhof. Der Zug bringt mich nach Mulhouse, dem Startpunkt des heutigen Longruns. Dort angekommen, geht es direkt los. 6 Grad und Dauerregen, also perfekte Bedingungen, um Kilometer zu sammeln. Die Strecke führt zunächst entlang des Rhein‑Rhône‑Kanals, später weiter am Kanal von Hüningen. In Basel zeigt die Uhr 40 Kilometer an, doch das Ziel ist noch nicht erreicht. Eine zusätzliche Schlaufe ist nötig, um die 50 Kilometer vollzumachen.

nocarb

Das Schwellentraining zeigt klare Wirkung: Selbst bei meinen langen Einheiten verbessert sich die Laufgeschwindigkeit von Woche zu Woche – und das ohne zusätzlichen Trainingsaufwand. Seit nunmehr drei Wochen absolviere ich meine LongRuns konsequent in der Nocarb-Strategie. Konkret bedeutet das, dass ich vor und während des Trainings vollständig auf Kohlenhydrate verzichte. Die letzte Mahlzeit nehme ich jeweils am Abend vor dem LongRun ein. Vor dem Start ins Training genügt mir eine Tasse schwarzer Kaffee. Dadurch wird der Körper gezielt dazu angeregt, Fett als primäre Energiequelle zu nutzen. Diese verbesserte Fettverbrennung erweist sich insbesondere bei langen Läufen als spürbarer Vorteil.